Aktuelles

Mehr Fahrgastrechte im öffentlichen Verkehr


Datum der Veröffentlichung: 22. November 2023


Unsere tägliche Mobilität ist essentiell für die Lebensqualität vieler Bürgerinnen und Bürger. Der öffentliche Verkehr spielt dabei eine zentrale Rolle, doch die aktuelle Lage erfordert dringend eine Stärkung der Fahrgastrechte. Die Verlässlichkeit des öffentlichen Verkehrs steht auf dem Prüfstand, und es ist an der dringenden Zeit, konkrete Maßnahmen zu ergreifen. Verspätungen von Bussen und Bahnen sind nicht länger hinnehmbar. Auch die Betreiber von Bus und Bahn leiden unter dem Fahrgästemangel und in der Folge unter Investitionshürden. Die zunehmende Unzuverlässigkeit beeinträchtigt nicht nur den Alltag der Fahrgäste, sondern wirft auch die Frage nach der Effektivität und Qualität des öffentlichen Verkehrs auf. Totalausfälle aufgrund von Unwettern oder Streiks verschärfen die Situation zusätzlich und führen zu erheblichen Unannehmlichkeiten für die Fahrgäste.


Einschränkung durch EU-Kommission


Besonders besorgniserregend ist die jüngste Einschränkung der Fahrgastrechte durch eine Richtlinie der EU-Kommission. Diese Entwicklung, wie in der Pressemitteilung der Deutschen Bahn dargelegt, wirft die drängende Frage auf, inwiefern die Interessen der Fahrgäste bei Entscheidungen auf höchster politischer Ebene bisher ausreichend berücksichtigt wurden.


Unser Einsatz für Fahrgastrechte


Die Bundesverbraucherhilfe setzt sich entschieden für mehr unumstößliche Fahrgastrechte ein. Fahrgäste dürfen nicht länger die Leidtragenden von Verspätungen, Ausfällen und politischen Entscheidungen sein. Wir brauchen klare und durchsetzbare Regelungen, die den Fahrgästen das Vertrauen in den öffentlichen Verkehr zurückgeben.


Wir betonen, dass wir als Verbraucherorganisation die Verantwortung sehen, die Stimme der Fahrgäste zu sein. In vielen Diskussionen und politischen Entscheidungen wird der Fokus häufig auf wirtschaftlichen Interessen oder infrastrukturellen Herausforderungen gelegt. Die Perspektive derjenigen, die täglich den öffentlichen Verkehr nutzen, gerät dabei oft aus dem Blickfeld. Als Bundesverbraucherhilfe setzen wir uns bewusst dafür ein, die Bedürfnisse und Anliegen der Fahrgäste auf politischer Ebene zu vertreten. 

Aktuelle Themen

von Aktuelles 18. März 2025
Verbraucherschutz darf kein Papiertiger sein. Wer Menschen mit Tricks, Lockangeboten oder unlauteren Geschäftsmethoden täuscht, der handelt nicht nur unmoralisch – er handelt gegen die Interessen von Millionen Verbraucherinnen und Verbrauchern. Wir haben genug davon, dass solche Fälle unter den Teppich gekehrt werden. Mit dem Verbraucherschutzregister setzen wir ein Zeichen und machen Schluss mit der Intransparenz.
von Aktuelles 11. März 2025
Die aktuellen Sondierungsgespräche zwischen CDU, CSU und SPD zeigen einmal mehr, warum das Vertrauen in die Politik seit Jahren schwindet – und warum es endlich eine ehrliche Debatte darüber braucht. Das Problem ist nicht neu: Immer wieder erleben wir, dass Parteien im Wahlkampf klare Positionen vertreten, nur um sie in Verhandlungen wieder aufzugeben. Natürlich gehören Kompromisse zur Demokratie. Doch wenn zentrale Wahlversprechen schon in der ersten Gesprächsrunde ausgeräumt werden, verliert Politik an Glaubwürdigkeit. Genau hier setzt die Vertrauensoffensive der Bundesverbraucherhilfe an. Vertrauen entsteht nicht durch Wahlplakate oder Slogans – es entsteht durch klare Positionen, die auch nach der Wahl noch gelten . Viele Bürgerinnen und Bürger haben längst das Gefühl, dass es bei politischen Verhandlungen nicht mehr um Inhalte, sondern nur noch um Machtoptionen geht. Wer soll sich dann noch ernst genommen fühlen? Deshalb kämpfen wir für eine neue politische Ehrlichkeit: Wahlversprechen müssen belastbarer sein, Parteiprogramme dürfen keine bloßen Stimmungsbarometer sein, und politische Kompromisse dürfen nicht dazu führen, dass am Ende niemand mehr weiß, wofür eine Regierung eigentlich steht.  Diese Sondierungen sind eine weitere Bewährungsprobe für das Vertrauen in die Politik. Die entscheidende Frage ist: Wird aus ihnen ein glaubwürdiges Projekt für die Zukunft – oder nur ein weiteres Kapitel in der langen Geschichte enttäuschter Wählerinnen und Wähler? Wir werden genau hinsehen.
EU-Fahne
von Aktuelles 25. Februar 2025
Schon allein der Name ist sperrig: Corporate Sustainability Due Diligence Directive. Oder auf deutsch: Richtlinie zur unternehmerischen Nachhaltigkeitssorgfaltspflicht. In der öffentlichen Diskussion werden daher meist die Abkürzung CSDDD (noch kürzer: CS3D) oder die deutsche Kurzbezeichnung verwendet: EU-Lieferkettenrichtlinie. Die Regelung trat im Sommer 2024 in Kraft und muss innerhalb der nächsten zwei Jahre in nationales Recht umgesetzt werden. Im Kern geht es darum, große Unternehmen dazu zu verpflichten, mehr auf die Einhaltung von Menschenrechten und Umweltstandards zu achten. Das betrifft die gesamte Wertschöpfungskette – von der Förderung des Rohstoffs über die Herstellung bis hin zur Bereitstellung von Produkten und Dienstleistungen. Unternehmen tragen dadurch in Zukunft (noch) mehr Verantwortung dafür, mit welchen Zulieferern sie zusammenarbeiten. Umweltschützer und Menschenrechtsaktivisten hatten das schon lange gefordert. Ebenso kritische Verbraucher, die insbesondere bei Kleidung und Nahrung sicher sein wollen, dass bestimmte Standards eingehalten werden.
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