Ratgeber für Verbraucher

Widerrufsrecht im Internet


Datum der Veröffentlichung: 29. Mai 2023


Das Widerrufsrecht ist ein wesentlicher Bestandteil des Verbraucherrechts, der Ihnen als Kunde zahlreiche Vorteile bietet. Es ermöglicht Ihnen, Ihre Meinung zu ändern und eine getätigte Online-Bestellung innerhalb einer bestimmten Frist rückgängig zu machen.


Was genau bedeutet das für Sie? Ganz einfach: Sie haben die Möglichkeit, Produkte in Ruhe zu prüfen und sich letztendlich für die richtige Wahl zu entscheiden. Wenn Sie zum Beispiel online einkaufen und sich nach Erhalt der Ware anders entscheiden, können Sie diese innerhalb einer bestimmten Frist ohne Angabe von Gründen zurücksenden.


Das Widerrufsrecht gilt für verschiedene Situationen. Sie können es zum Beispiel nutzen, wenn Sie Kleidung bestellt haben und feststellen, dass sie nicht passt oder nicht Ihren Erwartungen entspricht. Aber auch bei anderen Produkten wie Elektronik, Möbeln oder Kosmetik haben Sie das Recht, Ihre Bestellung zu widerrufen.


Wichtig ist, dass Sie die Widerrufsfrist beachten. In der Regel beträgt sie 14 Tage ab dem Zeitpunkt, an dem Sie die Ware erhalten haben. Innerhalb dieser Frist müssen Sie den Widerruf gegenüber dem Verkäufer erklären. Hierfür gibt es verschiedene Möglichkeiten, zum Beispiel per E-Mail oder schriftlich per Post.


Wenn Sie Ihr Widerrufsrecht ausüben, haben Sie Anspruch auf Rückerstattung des Kaufpreises. Der Verkäufer ist verpflichtet, Ihnen das Geld innerhalb einer angemessenen Frist zurückzuzahlen, in der Regel innerhalb von 14 Tagen nach Eingang des Widerrufs.


Es ist wichtig zu wissen, dass es Ausnahmen vom Widerrufsrecht gibt. Zum Beispiel bei individuell angefertigten Produkten oder bei Waren, die schnell verderben können, wie Lebensmittel. Informieren Sie sich daher genau über die Bedingungen des Widerrufsrechts, bevor Sie eine Bestellung aufgeben.


Das Widerrufsrecht ist ein starkes Instrument, das Ihnen als Verbraucher Schutz und Flexibilität bietet. Nutzen Sie es, um Ihre Kaufentscheidungen bewusst zu treffen und von einem fairen Umgang mit Ihren Rechten zu profitieren.


Aktuelle Themen

von Aktuelles 18. März 2025
Verbraucherschutz darf kein Papiertiger sein. Wer Menschen mit Tricks, Lockangeboten oder unlauteren Geschäftsmethoden täuscht, der handelt nicht nur unmoralisch – er handelt gegen die Interessen von Millionen Verbraucherinnen und Verbrauchern. Wir haben genug davon, dass solche Fälle unter den Teppich gekehrt werden. Mit dem Verbraucherschutzregister setzen wir ein Zeichen und machen Schluss mit der Intransparenz.
von Aktuelles 11. März 2025
Die aktuellen Sondierungsgespräche zwischen CDU, CSU und SPD zeigen einmal mehr, warum das Vertrauen in die Politik seit Jahren schwindet – und warum es endlich eine ehrliche Debatte darüber braucht. Das Problem ist nicht neu: Immer wieder erleben wir, dass Parteien im Wahlkampf klare Positionen vertreten, nur um sie in Verhandlungen wieder aufzugeben. Natürlich gehören Kompromisse zur Demokratie. Doch wenn zentrale Wahlversprechen schon in der ersten Gesprächsrunde ausgeräumt werden, verliert Politik an Glaubwürdigkeit. Genau hier setzt die Vertrauensoffensive der Bundesverbraucherhilfe an. Vertrauen entsteht nicht durch Wahlplakate oder Slogans – es entsteht durch klare Positionen, die auch nach der Wahl noch gelten . Viele Bürgerinnen und Bürger haben längst das Gefühl, dass es bei politischen Verhandlungen nicht mehr um Inhalte, sondern nur noch um Machtoptionen geht. Wer soll sich dann noch ernst genommen fühlen? Deshalb kämpfen wir für eine neue politische Ehrlichkeit: Wahlversprechen müssen belastbarer sein, Parteiprogramme dürfen keine bloßen Stimmungsbarometer sein, und politische Kompromisse dürfen nicht dazu führen, dass am Ende niemand mehr weiß, wofür eine Regierung eigentlich steht.  Diese Sondierungen sind eine weitere Bewährungsprobe für das Vertrauen in die Politik. Die entscheidende Frage ist: Wird aus ihnen ein glaubwürdiges Projekt für die Zukunft – oder nur ein weiteres Kapitel in der langen Geschichte enttäuschter Wählerinnen und Wähler? Wir werden genau hinsehen.
EU-Fahne
von Aktuelles 25. Februar 2025
Schon allein der Name ist sperrig: Corporate Sustainability Due Diligence Directive. Oder auf deutsch: Richtlinie zur unternehmerischen Nachhaltigkeitssorgfaltspflicht. In der öffentlichen Diskussion werden daher meist die Abkürzung CSDDD (noch kürzer: CS3D) oder die deutsche Kurzbezeichnung verwendet: EU-Lieferkettenrichtlinie. Die Regelung trat im Sommer 2024 in Kraft und muss innerhalb der nächsten zwei Jahre in nationales Recht umgesetzt werden. Im Kern geht es darum, große Unternehmen dazu zu verpflichten, mehr auf die Einhaltung von Menschenrechten und Umweltstandards zu achten. Das betrifft die gesamte Wertschöpfungskette – von der Förderung des Rohstoffs über die Herstellung bis hin zur Bereitstellung von Produkten und Dienstleistungen. Unternehmen tragen dadurch in Zukunft (noch) mehr Verantwortung dafür, mit welchen Zulieferern sie zusammenarbeiten. Umweltschützer und Menschenrechtsaktivisten hatten das schon lange gefordert. Ebenso kritische Verbraucher, die insbesondere bei Kleidung und Nahrung sicher sein wollen, dass bestimmte Standards eingehalten werden.
Share by: