Verbraucherschutz darf kein Papiertiger sein. Wer Menschen mit Tricks, Lockangeboten oder unlauteren Geschäftsmethoden täuscht, der handelt nicht nur unmoralisch – er handelt gegen die Interessen von Millionen Verbraucherinnen und Verbrauchern. Wir haben genug davon, dass solche Fälle unter den Teppich gekehrt werden. Mit dem Verbraucherschutzregister setzen wir ein Zeichen und machen Schluss mit der Intransparenz.
Das
Verbraucherschutzregister dokumentiert, wo es Beschwerden gibt – und zwar nicht irgendwo im Verborgenen, sondern öffentlich und nachvollziehbar. Es ist ein Werkzeug der Wahrheit. Unternehmen, die im großen Stil Verbraucher täuschen oder regelmäßig auffallen, werden dort
gelistet – klar, strukturiert und mit allen relevanten Informationen. Damit jeder sehen kann, wie es um bestimmte Geschäftspraktiken wirklich steht.
Ricardo Dietl, Präsident der Bundesverbraucherhilfe
Weil Verbraucher jeden Tag mit Verträgen, AGBs und Werbeversprechen konfrontiert sind – aber kaum eine Handhabe haben, wenn sie getäuscht wurden. Denn oft heißt es: Einzelfall. Keine Handhabe. Es fehlt an Struktur, an Nachvollziehbarkeit, an konsequenter Transparenz.
Das Verbraucherschutzregister gibt den Verbrauchern endlich die Möglichkeit, nachzusehen, wie ein Unternehmen im Bereich Verbraucherschutz dasteht – ohne sich auf vage Erfahrungsberichte oder unseriöse Bewertungsplattformen verlassen zu müssen. Es geht nicht um Polemik, sondern um Fakten. Um nachweisbare Beschwerden. Um eine Verbraucherstimme, die zählt.
In das Verbraucherschutzregister werden Unternehmen aufgenommen, gegen die sich eine Vielzahl eindeutiger Beschwerden richtet. Es geht nicht um Bagatellen, sondern um systematische Probleme. Jedes Prüfungsverfahren wird transparent dokumentiert. Unternehmen werden informiert, haben die Möglichkeit zur Stellungnahme – aber wir schauen nicht weg, wenn Verbraucher systematisch geschädigt werden.
Verbraucher können vor Vertragsschluss oder Kauf prüfen: Gibt es Beschwerden? Wie wurde reagiert? Welche Haltung nimmt das Unternehmen ein? Diese Informationen stärken nicht nur die Verbraucherrechte, sondern führen auch dazu, dass Unternehmen wieder Verantwortung übernehmen. Wer fair handelt, braucht das Register nicht zu fürchten. Wer täuscht, muss mit Konsequenzen rechnen.